Gedankensplitter

 


Gedankensplitter
gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB

  Startseite
    Rechts? - Nö!
    inteltest
    danke!
    songtexte
    classics
    essays/referate
    storys
    nonsens
    epigramme/elfchen
    verschiedenes
    politik
    witze
    psycho
    liebe
    satire
  Über...
  Archiv
  download
  Autogenes Training
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Links
    Fernbeziehung
  Löwin
  heureka
  klabund
  Wortschatz
  Literatur
  orkus-online
  nightwish
  him!
  mania
  sommergewitter
  wertlos(?)
  liederbuch


http://myblog.de/modernwoman

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

A U T O G E N E S    T R A I N I N G


(Referat über Autogenes Training für Einzelpersonen oder in der Gruppe von Cornelia Warnke)


Einleitung



Sich zu entspannen ist nicht so einfach, wie es scheint. Je aufgeregter oder emotional aufgewühlter Menschen sind, desto schwerer fällt es ihnen, sich gezielt zu entspannen.

Nach dem Motto

– Ursache und Wirkung –

ist auch verständlich, warum das so ist -
eine Ursache, die uns aufwühlt und die dann eintretende Wirkung des Unruhigseins und des Unvermögens, sich zu entspannen. Wie also kann man dem abhelfen? Eines ist uns allen bestimmt schon aufgefallen, je angestrengter wir versucht haben, uns unter Kontrolle zu bekommen, desto schlechter ging es uns. Hier hilft also nur eine präventive Schulung.

Was aber sollen wir lernen? Meditation? Fernöstliche Entspannungstechniken oder geht’s auch eine Nummer eeinfacher. Unterhalten wir uns doch mal über Autogenes Training.

Was ist Autogenes Training und was bewirkt es, wenn man es beherrscht?

Also, autogenes Training setzt voraus, dass ein Mensch sich unter gewissen Voraussetzungen entspannen kann und sogar im fortgeschrittenen Stadium in der Lage ist, seine Körperfunktionen weitgehend zu kontrollieren.

Um ein Beispiel zu nennen: jemand möchte an einer bestimmten Stelle seines Körpers eine gezielte Erhöhung der Temperatur erreichen, kann er dies mit Hilfe des autogenen Trainings i.f. kurz AT genannt, tun. Ebenso ist es möglich, die Herzfrequenz zu verändern oder hypnotische Zustände zu erreichen (siehe  Selbsthypnose)

Ohne einen gewissen Zeit- und Lernaufwand geht nichts. D.h. also, vor den Erfolg haben die Götter immer noch den Schweiss gesetzt.

In den nächsten Tagen werde ich fortsetzungsweise die Technik des AT allgemeinverständlich behandeln.


Autogenes Training (Teil 1)


Also –

bevor wir uns dem eigentlichen Training zuwenden, sollten wir vorher einige Vorbereitungen treffen.

Den Raum leicht verdunkeln, Telefon und Türklingel abstellen und sichergehen, dass zu diesem Zeitpunkt keine Störung durch Besucher erfolgt.

Natürlich könnten wir unser Bett benutzen, um die folgenden Übungen durchzuführen, nehmen jedoch am besten eine Decke und legen sie auf den Fussboden.

Nun legen wir uns auf die Decke.
Strecken unseren Körper lang aus und liegen auf dem Rücken, die Arme locker neben unserem Körper,
die Hände mit den Handflächen nach unten.
Wir schliessen unsere Augen
und lassen die Gedanken einfach aus unserem Kopf fliessen...

Bitte keine Gewalt dabei anwenden –
einfach die Gedanken fliessen lassen und sehen,
wie es in uns immer dunkler wird.
Je mehr die Gedanken aus uns herausströmen,
desto dunkler wird es vor unseren Augen
und wir fangen an, eine gewisse Leere
und gleichzeitig
wohltuende, uns umschliessende Dunkelheit zu empfinden.

Irgendwann haben wir ein Stadium erreicht,
wo keine neuen Gedanken in uns entstehen
und völlige Dunkelheit uns umschliesst.

Geniessen wir dies einige Minuten (ca. 5 Minuten)
und beenden wir unsere erste Sitzung.


Autogenes Training (Teil 2))





Dieses mal wollen wir einen Schritt weiter gehen
und uns der Wärme widmen.

Also knüpfen wir dort an,
wo wir beim letzten mal aufgehört haben.

Die Dunkelheit
umschliesst uns
und wir fühlen uns wohl...

Nun konzentrieren wir uns
auf unsere rechte Hand.
Vor unserem inneren Auge „sehen“ wir
unsere rechte Hand –
am besten erreichen wir das,
wenn wir den Weg von unserer Schulter,
den Arm herab
bis zur Hand verfolgen –
unsere Augen sind dabei geschlossen.

Ihr braucht nicht entmutigt zu sein, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Übung macht auch hier wieder den Meister.

Wenn ihr die Hand
vor eurem inneren Auge sehen könnt,
tastet sie ab Stück für Stück
bis zu den Fingerspitzen.

Und nun konzentrieren wir uns
nur noch auf die gesamte Hand
und stellen uns vor,
wie sie sich erwärmt.

Wir spüren,
wie unsere Hand zu kribbeln beginnt
und fahren mit unseren Augen
immer wieder
von der Schulter herab bis zur Hand,
die Wärme unseres Körpers
dorthin mitnehmend.

Nun spüren wir,
wie die Hand sich erwärmt
und konzentrieren uns
auf die andere Hand,
hier ebenso verfahrend.

Abwechselnd führen wir mal der rechten,
mal der linken Hand Wärme zu.
Dies machen wir so lange,
bis wir die Wärme
ganz deutlich in beiden Händen spüren.
Dann vertiefen wir uns noch ein wenig
in die angenehme Dunkelheit
und lassen uns einfach hineinfallen.
Auch hier sollten wir nach ca. 5 Minuten
dieses Fallenlassens
langsam wieder in die Wirklichkeit zurückkehren.


Autogenes
Training (Teil 3)


Okay!

Schluss mit dem gemütlichen Teil.
Das vorhergehende war lediglich eine Demonstration
des Möglichen.

Nun kommen wir zum eigentlichen AT
mit seinen verschiedenen Stufen
und strukturiertem Lernen.

Um das AT zu erlernen bedarf es einiger Grundvoraussetzungen:

a) ein Grundmaß an Intelligenz. Es muß eine gewisse intelektuelle
Einsichtsfähigkeit bestehen.

b) Die
Bereitwilligkeit muss vorhanden sein, aus eigenem Antrieb etwas zu unternehmen.


c) Stetigkeit
und Ausdauer sind eine Voraussetzung erfolgreichen Lernens.


d) Eines
der wichtigsten Punkte ist die Motivation. Je größer der Leidensdruck,
um so höherwertig die Motivation. Ohne Motivation kein Erfolg.

Damit wären
wir bereits bei der ersten ernsthaften Übung.  Die Schwere...

Nachdem
wir den Grundzustand der Dunkelheit erreicht haben, stellen wir uns plastisch
unseren Arm vor (Rechtshänder rechts, Linkshänder links).

Wir formen
in unserem Kopf den Satz:


Der rechte
(linke) Arm ist ganz schwer (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)

Wir wiederholen
dieses solange, bis wir die Schwere körperlich spüren. Während
der ganzen Zeit herrscht absolute Stille. Es gibt Therapeuten, die benutzen
sogannte transzendentale musik, mit denen ihre Patienten beruhigt werden
– das ist aber bereits keinAT mehr, sondern eine heterosuggestive Maßnahme.

Je plastischer
wir in unserer Vorstellung sind, desto eher wird sich ein Ergolg einstellen.
Nach ca. 5 Minuten nehmen wir die Schwere zurück. Dies geschieht bei
allen Übungen folgendermaßen:

1. Arme
fest


2. Atmung
tief


3. Augen
auf

Damit befinden
wir uns wieder im Normalzustand.

Noch etwas
zu den Störfaktoren:

1. Störgedanken

2. Geräusche

3. Erwartungsspannung

4. Phänomen
des entgegengesetzten Armes


5. Schlucken,
Jucken, Husten, Lidflattern

Zu 1.:
es handelt sich hier um Gedanken und Gedankensplitter, die die Konzentration
allgemein behindern. Wir wehren uns nicht dagegen, sondern lassen sie abfließen.

Zu 2.:
Geräusche kann m,an nie ganz ausschließen, also lassen wir den
Vorsatz in unsere Übung einfließen:

„Geräusche
ganz gleichgültig“

das eigentliche
Phänomen dabei ist, anfangs wirst du durch diesen Satz sogar direkt
auf störende Geräusche hingewiesen. Nach einigen Tagen jedoch
beginnt sich diese formelhafte Vorsatzbildung auszuwirken, es kommt zum
Vollzugszwang. Die Geräusche werden dir tatsächlich gleichgültig.

Zu 3.:
innerseelische Spannungsgefühle (Erwartungsspannung) verursachen Herzklopfen
und Schwierigkeiten mit der Atmung. Nichts mit Brachialgewalt: warte auf
das, was geschieht und erwarte nicht, dass alles gleich vorhanden ist...

Zu 4.:
nicht selten passiert es, das statt des anvisierten rechten Armes der linke
Arm schwer wird. Experten sind sich zwischenzeitlich darüber einig,
es handelt sich hier um ein Autoritätsproblem. Frühkindliche
Trotzphase, etwas zu tun, was verboten ist. Auch hier musst du nachgeben
und einfach die Formel auf den linken Arm verlagern.

Zu 5.: 
hier hilft oft nur eine Indifferenzformel:

„Schlucken
ganz gleichgültig“


„Jucken
ganz gleichgültig“


„Husten
ganz gleichgültig“

Dadurch
kommt es dann zur nötigen Distanzierung der Störerlebnisse.

Noch etwas
kann anfangs auftreten, dass unbedingt behandelt werden muss: Hitzewallung
im Kopf, begleitet von einem leichten Schwindelgefühl. Der Kopf muß
frei und klar sein, also gehört hier die Formel hin:

„Kopf frei
und klar“

Eigentlich
gehört das in die letzte Übung, muss aber fallweise vorgezogen
werden, bei entsprechenden Symptomen.

Nun noch
etwas zur Häufigkeit des AT. Das Optimale wäre dreimal täglich
– wird sich jedoch in den meisten Fällen nicht realisieren lassen.
Einmal täglich ist Grundbedingung, wenn man Erfolge erzielen will.
Macht man die Übungen im Bett vor dem Einschlafen, dann nimmt man
sich nicht zurück, sondern vertieft noch mehr und gleitet von hier
aus in den Schlaf.


 

 

 

Autogenes
Training (Teil 4)

Generalisierung:

Wenn ihr
öfter geübt habt, beschränken sich die Phänomene nicht
auf ein einzenes Glied wie zum Beispiel den rechten Arm, sondern es tritt
eine Generalisierung ein. Das heißt, ohne euer Zutun greift es auf
den anderen Arm über und kann bei längerem Training den ganzen
Körper erfassen. Auch hier gilt wieder zu warten, was geschieht und
nicht zu erwarten, dass etwas geschieht.

Eingangs
schrieb ich bereits, Tonbänder oder CD´s würden kein AT
mehr bedeuten, sondern es handelt sich in diesem Falle um eine Hypnose.
Das Problem bei derartigen „Konserven“ besteht darin, dass wir uns weiter
entwickeln, die Konserve aber immer auf dem gleichen Stand bleibt und somit
irgendwann hinter uns herhinkt. Ja, es kann sogar vorkommen, dass bei zwangshaft
veranlagten Menschen ein technischer Fehler am Tonträger oder ein
Knackser dazu führt, dass die Personen in einer sogenannten Erwartungsspannung
verharren, was ein Hineingleiten in den Versenkungszustand nahezu unmöglich
macht.

Wenden
wir uns nun der 2. Übung zu, der Wärme

Die Formel
dazu lautet:

Der rechte
(linke) Arm ist ganz schwer (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Der rechte
(linke) Arm ist ganz warm (etwa 6mal) oder:


Die rechte
(linke) Hand ist ganz warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)

Nach ca.
8-14 Tagen täglichen Trainings mit der Schwere haben wir diese verinnerlicht.
Werden die Muskeln als schwer empfunden, sind also entspannt, entspannen
sich auch die muskulatur durchziehenden Gefäße. Es kommt zu
einer besseren Durchblutung der Haut und damit zur subjektiven Wahrnehmung
der Wärme. Das prickelnde Gefühl, als ob Ameisen über die
hand laufen, ist zurückzuführen auf die wärmeempfindlichen
Nervenzellen im Bereich der Hand und der Finger. Je nachdem wie du deine
hand empfindest – als teil deines Armes oder als Hand kannst du die Wärmeformel
auf Arm oder Hand anwenden. Für besonders Nervöse ist die Formel
„ich bin ganz ruhig“ eher umzusezten in „Ruhe kommt von selbst“. Damit
teilen wir unserem Körper mit, er kann Ruhe bekommen, wann immer er
will. Ohne äußeren Zwang oder unser krampfhaftes Bemühen,
Ruhe herzustellen. Im Gebiet der Nackenmuskulatur haben häufig gerade
Schreibtischtäter oder Personen, die am PC arbeiten, besondere Probleme
durch Verspannungen und Muskelhärten (Knoten).


Hier können
wir mit folgender Formel Linderung erreichen:

„Nacken-Schultergebiet
angenehm warm“

dadurch
wird eine bessere Durchblutung erreicht, mit einem lösenden Effekt.

Über
die Dauer der Übung möchte ich folgendes sagen: jede Person,
die AT macht, sollte nur solange üben, wie sie es als angenehm empfindet
und wenn es nicht mehr angenehm ist, aufhören. Nehmt ihr während
der Übungen Zuckungen der Muskulatur wahr, handelt es sich um autogene
Entladungen des Gehirns. Das überladene Gehirn macht sich solcherart
von einer Überspannung frei. Es handelt sich also nicht um ein Störmoment!


 

 

Autogenes
Training (Teil 5)

Jetzt mache
ich euch mit einer sehr wichtigen Übung bekannt: der Atmung.


Da haben
wir dann wieder unsere Formel:

Der rechte
(linke) Arm ist ganz schwer (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig  (Ruhe kommt von selbst) (1mal)


Der rechte
(linke) Arm (Hand) ist ganz warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Es atmet
mich (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)

Die Atmung
ist ein leicht wahrnehmbarer Rhythmus, der rasch zu einer intensiven Beruhigung
führt. Denke bei dieser Formel daran, wie es ist sich zu wiegen wiegen
in einer Schaukel, im Boot. Benutze die assoziative Vorstellung, du bist
ein Schwimmer auf leicht bewegtem Wasser in passiver Rückenlage. Das
kann den meisten helfen, sich auf die Formel „es atmet mich“ einzustimmen.
Hast du erst den Sinn dieser Konzentration begriffen, dann wirst du passiv
und es atmet dich ! Es ist ohne Zweifel so, bereits in der Anfangsphase
des AT kommt es zu einer spürbaren Resonanzdämpfung der Affekte.


 

 

 

Autogenes
Training (Teil VI)

Liebe Clubbies,
dies ist also der sechste Teil, obwohl auch nicht ganz richtig, da ich
schon vorher über das AT geschrieben hatte, aber egal…

Jetzt kommt
eine Übung, von der ich im Grunde genommen bei allein AT Übenden
abrate. Es geht um die Beeinflussung des Herzens und der Pulsschlagfrequenz.

Ich werde
hier kurz darauf eingehen, rate aber davon ab, es allein zu versuchen und
übernehme auch keinerlei Verantwortung für Schäden psychischer
oder somatischer Art.

Die Formel:

Der rechte
(linke) Arm ist ganz schwer (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (Ruhe kommt von selbst) (1mal)


Der rechte
(linke) Arm (Hand) ist ganz warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Atmung
ganz ruhig (es atmet mich) (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhih (1mal)


Herz (Puls)
schlägt ganz ruhig und regelmäßig (kräftig) (etwa
6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)

Auch hier
haben wir wieder eine Lernspanne von 8 – 14 Tagen.

Achtung:
bei unregelmäßigem Herzschlag (Extrasystolie oder absolute Arrythmie)und
beim Zustand nach einem Herzinfarkt kann die unkontrollierte Herzübung
zu unangenehmen Sensationen führen! Patienten mit Phobien und starken
depressiven Ängsten reagieren häufig sehr negativ auf diese Übung.
Sie sollte also ausschließlich in Zusammenarbeit mit einem Arzt oder
Psychologen durchgeführt werden.


 

 

Autogenes
Training (Teil VII)

Tja und
wieder ein neuer Abschnitt, von dem ich hoffe, er ist für euch interessant
und lehrreich.

Also wenden
wir uns mal der Kontrolle des Gesichtes zu:  da haben wir zuerst mal
die Kaumuskeln, die beidseitig des Gesichtes den Ober- und Unterkiefer
zusammenhalten.Im Terminus einiger Psychologen heissen sie auch die Agressivmuskeln,
weil sie ausser dass sie zur Zerkleinerung der Nahrung auch zum Sprechen
benutzt werden und es dem Gesicht ermöglichen, zum Beispiel bei Wut
dem Gesicht ein entsprechendes Gepräge zu geben. Durch eine Drohhaltung
oder drohende Miene erzeugen wir beim Gegner Angst oder zumindest Respekt.
Die Verhaltensforscher stufen diese Gesichtsgebärden unter Imponiergehabe
ein. Hier kommt auch ein Satz zur Geltung:

„du musst
die Zähne zusammenbeißen“

Doch was
im Leben vielleicht auch ein gut Stück positiv zu beurteilen ist,
können wir beim AT nicht gebrauchen, da wir hier ja die völlige
Entspannung anstreben.

Gelingt
es uns nun aber, diese Muskulatur zu entspannen, erzielen wir gleich eine
ganze Reihe von entspannenden Wirkungen. Die kleinen Muskeln des Gesichts
so wie Schläfen, Stirn Wangen ect. Entspannen sich im nachfolgenden
ebenfalls und bewirken eine sogenannte Generalisierung der Gesichtsentspannung.
Hörbar wird dabei für uns der Erfolg der Entspannung, weil der
Bereich des Magen-Darms sich ebenfalls entspannt und wir jetzt deutlich
die gluckernden Geräusche aus diesem Bereich vernehmen.

Wir können
also hier mit der Formel arbeiten:

„Gesicht
entspannt sich“ oder


„Unterkiefer
lockert sich“

Man kann
aber auch auf die Formel verzichten, wenn man  anfangs einfach nur
das Gesicht durch Lockerung des Unterkiefers entspannt und die Lippen zwar
geschlossen hält, aber die zähne nicht aufeinanderlegt.


Für
User, die das Problem des Zähneknirschens im Schlaf haben, sei hier
bemerkt, dass bei entsprechendem Training dieser Übung in den meisten
Fällen das lästige und sogar schädliche Zähneknirschen
mit der Zeit verschwindet.

Noch ein
Effekt kann beobachtet werden, stetiges Training vorausgesetzt, das Bewusste
fängt an das Unbewusste besser zu verstehen und sogar im Alltagsgeschehen
miteinander zu kommunizieren. Bei dieser Phase haben wir dann eine Stufe
erreicht, die uns normalerweise im Wachzustand verschlossen ist und eigentlich
nur im Schlaf begangen wird.


 

 

Autogenes
Training (Teil VIII)

Puhhhh…
als ich ankündigte, ich würde einen Beitrag schreiben zum Autogenen
Training, wußte ich noch nicht, auf was ich mich da einlasse ;-)

Mir ist
erst beim Schreiben so richtig bewusst geworden, dass ich entweder alle
Nuancen des AT behandle, oder aber die Finger davon lasse. Schliesslich
geht es hier um eine Methode der Körperkontrolle, bei der wir aber
auch einiges falsch machen können.

Als ich
mir dessen bewusst wurde, war es eigentlich auch schon zu spät – zum
einen stand da mein Wort, darüber zu schreiben und zum anderen waren
bereits einige Kapitel von mir erschienen. In der Mitte aufzuhören
kann negative Auswirkungen haben, da nicht genügend Basisinformationen
vorhanden sind. Natürlich kann man sich auch ein Buch über AT
kaufen. Ich berichte jedoch hier über meine eigenen Erfahrungen mit
dem AT und deren gezielte Anwendung.

Ich musste
auch ziemlich lange rumkramen, bis ich endlich meine handschriftlichen
Notizen zum Thema AT fand ggg

Doch genug
der Vorrede – als nächstes mache ich euch mit der sogenannten „Leibübung“
bekannt. Die dazugehörige Formel schaut dann so aus:

Der rechte
(linke) Arm ist ganz schwer (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (Ruhe kommt von selbst) (1mal)


Der rechte
(linke) Arm (Hand) ist ganz warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Atmung
ganz ruhig (es atmet mich) (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhih (1mal)


Herz (Puls)
schlägt ganz ruhig und regelmäßig (kräftig) (etwa
6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Bauch
(Sonnengeflecht) strömend warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)

Nun sind
also cirka 2 Wochen täglichen Übens mit dem AT und den vorherigen
Übungen vergangen. Zum besseren Verständnis der folgenden Bauch-Übung
ein kleiner Exkurs in unsere Anatomie:

Bislang
hatten wir das Schwere- und Wärmeerlebnis sowie die Atmung in den
Extremitäten und im Körper oberhalb des Zwerchfells erlebt. Das
ist die Grenze, die den Brust- vom Bauchraum trennt. Legen wir nun unsere
Hand auf den Oberbauch, kurz unterhalb des Brustbeins, befindet sich darunter
der Magen und zwischen Magen und Wirbelsäule liegt das sogenannte
Sonnengeflecht, der Plexus Solaris. Das ist die grösste vegetative
Schaltzentrale für den Magen-Darm-Kanal, die Organe und Organsysteme
des gesamten Bauchraumes bis hin zu den Sexualdrüsen.

Ich überlasse
es nun euch, mit welcher Formulierung ihr besser klarkommt bei der Formel:
Bauch oder Sonnengeflecht. Es mag einige geben, die sehen die Sonne als
etwas wärmendes und sehr positives und können damit besser umgehen
und es verinnerlichen, als das Wort „Bauch“ und natürlich auch im
umgekehrten Sinn gibt es sicher User, die mit der Bauchformel besser zurande
kommen.

Als assoziatives
Hilfsmittel um das Zusammenspiel der Formel mit unserem Korpus zu fördern,
können wir uns u.a. vorstellen (wobei jeder User sich auch andere
bildhafte Brücken bauen kann) das Sonnengeflecht sei ein Herd und
der Magen ein Wassertopf, der durch den Herd erwärmt wird. Dann kann
man zur Lokalisierung und damit eingehender Vorstellung auch die Hand auf
die Magengegend legen – aber Achtung – vor Beginn der Sitzung und nicht
während der Sitzung, weil wir dann aus dem Tiefenzustand wieder in
den Realzustand gleiten. Allerdings sollten wir beachten, dass der Ellenbogen
nicht frei in der Luft hängt, das das nach einer gewissen Zeitspanne
wiederum zu Verspannungen führt. Also im Vorfeld bei Auflegen der
Hand ein Stützkissen bereithalten, auf dem der Ellenbogen aufliegt.

Wenn wir
uns die Formel nun mal ansehen, stellen wir fest, sie wird von Übung
zu Übung länger, vergleichbar einem Güterzug, der in jedem
Bahnhof einen weiteren Waggon ankoppelt. Das immerwährende Wiederholen
der vorherigen Übungen und das Anhängen neuer Übungen bewirkt
mit der Zeit eine Vertiefung des Erlernten, in etwa würde ich es vergleichen
mit den Pawlowschen Experimenten. Wir erinnern uns: allein durch entsprechende
Konditionierung war es dabei möglich das Magensekret durch den Klang
einer Glocke anzuregen.


 

 

 

Autogenes
Training (Teil IX)

Kommen
wir nun also zur sogenannten Kopfübung – und damit der vorerst letzten
Übung auf dem Niveau der Unterstufe. Habt ihr die Übungen bis
hierher mitgemacht und zwar regelmässig in ca. 14-Tageabschnitten
eine neue Formel, ist bereits einige Zeit ins Land gegangen. Ich warne
User davor, willkürlich Formeln aus dem globalen Zusammenhang herauszureißen
und Experimente zu wagen. Ich habe bisher so gut ich konnte, eine kontinuierliche
Trainingsmethode aufgezeigt, mit der nur dann Erfolge hat, wenn man die
Übungen nicht nur ernstnimmt, sondern sich auch an die vorgegeben
Zeiten (natürlich in Grenzen) hält. Einfach mal nur so eine Formel
bringt nichts, im Gegenteil, es könnte sogar gefährlich sein
– siehe Herzübung !!!

Also wer
wirklich AT erlernen will, kommt nicht drum rum, von Anfang an zu lernen.
Beim Lernen des  Alphabets fängt man auch nicht mit Z an sondern
mit A! Step by Step wie der Ami sagen würde „grins“.

Nun also
genug geschwafelt, wenden wir uns der neuen Formel zu:


 

Der rechte
(linke) Arm ist ganz schwer (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (Ruhe kommt von selbst) (1mal)


Der rechte
(linke) Arm (Hand) ist ganz warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Atmung
ganz ruhig (es atmet mich) (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhih (1mal)


Herz (Puls)
schlägt ganz ruhig und regelmäßig (kräftig) (etwa
6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Bauch
(Sonnengeflecht) strömend warm (etwa 6mal)


Ich bin
ganz ruhig (1mal)


Kopf frei
und klar (2mal)


Stirn
angenehm kühl (2mal)

Ein altes
Sprichwort lautet:

„Kopf kühl,
Füße warm


macht
dich gesund, den Doktor arm“

Dementsprechend
ist auch unsere neue Übung.

Wenn ihr
zu Kopfschmerzen neigt, solltet ihr den teil der Formel weglassen: Stirn
angenehm kühl (2mal), da es eventuell zu unangenehmen Sensationen
kommen kann. Und noch einmal, immer wenn ihr bemerkt, beim Üben scheint
irgendetwas nicht zu stimmen mit euch, nehmt euch SOFORT vorsichtig zurück.
Zur Erinnerung:

1. Arme
fest (Anspannen der Arme und Hände zur Faust ballen)


2. Atmung
tief ( 2 – 3mal tief ein- und ausatmen)


3. Augen
auf  (Augen langsam öffnen und einen Moment ruhig liegen bleiben)

Dann noch
etwas zur Kopfübung: diese Übung zweck- und logischerweise nicht
vor dem Einschlafen durchführen, da sie uns wach macht und nicht schläfrig.
Ferner sollte niemand mit dem Wort „kühl“ herumexperimentieren und
es eventuell durch das Wort „kalt“, „eiskalt“ oder gar „warm“ ersetzen!
Erst wenn ihr alle sechs Grundübungen vollkommen beherrscht und sich
schon nach wenigen Minuten des Sichversenkens die typischen AT-Erlebnisse
manifestieren, seid ihr in der Lage, die Reihenfolge der Übungen zu
verändern oder bestimmte Übungen ganz wegzulassen. J.H.Schultz
spricht hier von einem Spazierengehen innerhalb des AT. Von ihm stammt
auch der Satz: „erworbener Vollzugszwang im normalen Seelenleben“. Was
sagt uns das aber? Durch euer regelmäßiges Üben kommt es
im weiteren Verlauf zu einer oranismischen Umschaltung. Das heißt,
stark affektgeladene Situationen und seelische Krisen werden nun besser bewältigt.

Sooooo –

ihr habt jetzt einen Grundkurs an der Hand, mit dem ihr wirklich etwas anfangen könnt. In der nächsten Zeit werde ich dann noch einmal auf das AT zurückkommen und euch zeigen, wie ihr euch vor entscheidenen Situationen

(Prüfungen, Arbeitstress, Gespräch mit dem Chef)

mittels eines Kurztrainings in die richtige mentale Phase bringt. Also bleibt cool und mir gewogen .....

;-)



copyright by cornelia warnke – dieser text kann frei kopiert und weitergegeben werden. allerdings muss der name der verfasserin ersichtlich sein



nach oben








Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung